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Die Corona Business Etikette

28. Apr 2020 | Aktuelles

Schwierige Zeiten führen zu Anpassungen der Etikette

Viele Jahre haben sich in der Geschäftswelt vielerlei Gepflogenheiten über den persönlichen Umgang miteinander etabliert. Dies reicht vom Händeschütteln bis zur richtigen Wahl der Kleidung bei bestimmten Anlässen. Selbstverständlich gibt es regionale oder branchenübliche Besonderheiten, wie die Verbeugung statt dem Handschlag oder die feinere bzw. lässigere Wahl der Kleidung. Die Coronakrise hat dem Tableau von Besonderheiten nun im Schnellverfahren eine neue Würze gegeben. Dazu soll der Corona-Business Etikette von ROTONDA eine Hilfestellung sein, wie man sich gewohnt oder ungewohnt in der „mit-Corona-Welt“ geschäftlich austauscht.

 

1.      Stay the fuck at home – Aber halten Sie den Kontakt

Tauschen Sie sich auch mit Menschen außerhalb der eigenen Organisation und der persönlichen „Corona-Bubble“ aus. Das Ende der Pandemiemaßnahmen ist nicht mit Gewissheit abzusehen. Daher sollte auch die Wiederaufnahme von Kontakten keinesfalls auf diese Zeit verlagert werden, Sätze wie z.B. „Ich melde mich, wenn wir uns nach der Coronakrise wieder treffen können“ sind ein No-Go! Jetzt ist die Zeit die Planung für den geschäftlichen Fortgang abzusichern und nicht erst nach der großen Krisenzeit die Gespräche überhaupt erst zu starten.

 

2.      Neue Wege denken und neue Wege gehen

Machen Sie sich Gedanken in welcher Situation Ihr Geschäftspartner steckt oder stecken könnte und welche Chancen auch hier für beide Seiten gehoben werden könnten. Inzwischen hat die Berichterstattung zur Coronakrise viele Länder und Branchen abgedeckt. Nehmen Sie sich die Zeit Ihre eigenen Belange und die Ihres Gesprächspartners in Einklang zu bringen und gezielt zu adressieren.

 

3.      Kommunikation und Videotelefonate

Seit Corona sind Video-Telefonate gefühlt der neue Standard. Unsere Empfehlung ist, wählen Sie ein Setting ohne viel Ablenkung durch bewegte Bilder, Nebengeräuschen oder Situationen die den Eindruck hinterlassen, dass Sie nicht ganz bei der Sache sind.

 

Ein Nebeneffekt der Videotelefonie ist zweifelsohne, dass man ggf. ungewollt Einblicke in die Arbeitsstation der/des Gesprächspartners erhält. Daher gibt es vier Hauptthemen der Videotelefonie.

 

Die Funktionalität der verwendeten Software zu kennen ist Pflicht. Man kann Sie sehen (I.) und hören (II.), Ihre Arbeitssituation (III.) erkennen, ggf. teilen Sie Inhalte auf Ihrem Bildschirm (IV.).

 

I.  Sehen

Testen Sie vor der ersten Anwendung die Vorschaufunktion der Software. Vergewissern Sie sich ebenfalls darüber wie die Videofunktion ausgeschaltet wird und ob diese standardmäßig zu Gesprächsbeginn startet. Die Videofunktion sollte erst dann starten, wenn Sie sich sicher sein, bereit zu sein.

 

Vermeintlich ist es eine Selbstverständlichkeit, aber dennoch. Achten Sie auch bei der Verwendung von Videotelefonie auf Ihr Erscheinungsbild. Natürlich bringt die Coronakrise die Gewissheit, dass jemand ggf. im Home-Office ist. Dies ist aber kein Grund nicht sowohl bei Kleidung und trotz z. Zt. geschlossener Friseursalons auf ein ansprechendes Äußeres zu achten. Idealerweise erkennt man keinen Unterschied zum bisherigen Setting. Tragen Sie die gleiche Kleidung und machen Sie sich genauso zurecht wie im direkten Kontakt.

 

II.  Hören

Selbst wenn die Videofunktion deaktiviert ist, Audio wird in jedem Fall verwendet. Es ist durchaus üblich die Stummfunktion im Gespräch zu benutzen. Vergewissern Sie sich über die Einstellungsmöglichkeiten, auch wie diese während des Gesprächs ein- und ausgeschaltet wir. Nebenkommunikationen wie Handytelefonate sind ausgeschlossen, es sei denn diese sind angekündigt und sehr kurzweilig.

 

Sollten mehrere Teilnehmer des gleichen Videotelefonats im gleichen Raum sein, dient auch hier die Stummfunktion der besseren Hörakustik bei den anderen Teilnehmern, da man die Stimme dann nicht mehrfach über mehrere Kanäle hört.

 

III. Arbeitssituation

Klären Sie die anderen Teilnehmer im Vorfeld des Videotelefonats über Ihre Arbeitssituation auf (sollte es hier eine Besonderheit geben, auch wiederholend). Insbesondere dann, wenn es Störfaktoren für Bild, Ton oder Ihre Arbeitsumgebung geben könnte.

 

IV. Bildschirm

Neben Bild und Ton gibt es häufig die Notwendigkeit die Inhalte auf Ihrem eigenen Bildschirm zu teilen. Diese Ansicht ist sonst nur für Sie selbst bestimmt und selten schaut jemand auf Ihr Hintergrundbild, die Anordnung und Benennung Ihrer Arbeitsordner etc. Auch hier gilt der visuelle Eindruck. Vergewissern Sie sich über die Funktionalitäten der Software welche Bildschirmansichten zu sehen sind und wie diese ein- und wieder ausgeschaltet werden. Wählen Sie ggf. vorübergehend ein Standard-Hintergrundbild des Betriebssystems oder der Corporate Identity der Firma.

 

4.      Die Bedeutung des persönlichen Kontakts nimmt zu

Durch die Ausgangsregulierungen treffen viele Menschen nur wenige Gesprächspartner persönlich und erleben eine physische „Corona-Bubble“. Umso wichtiger ist der persönliche Kontakt mit Personen außerhalb dieser eigenen Welt. Losgelöst von den inhaltlichen Themen die auch jetzt kommuniziert werden können, verabreden Sie sich für ein persönliches Treffen im Rahmen der behördlichen Vorgaben. Wir empfehlen Ihnen eine Liste zu pflegen mit wem Sie diese Absprache im Laufe der Kommunikation treffen.

 

5.      Scheitern ist so einfach wie nie

Wirtschaftliches Treiben läuft nicht immer erfolgreich. Das war auch ohne Corona so. Bisher ist scheitern aber ein Thema über das nicht gerne kommuniziert wird, obwohl es Chancen bringt. Für einen Missstand der einen Person, hat jemand anders ggf. eine Lösung. So ist es mit Corona auch, nur dass nun die gesellschaftliche Situation besteht scheitern nicht als Stigmata zu sehen, weil es eben zurzeit viele Geschäftspartner schwer haben. Nutzen Sie die Chance dieser Situation und kommunizieren Sie. (Vermeintlich) Scheitern war noch nie so einfach.

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