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AM Ende ist es WM-Bronze für Maren Lutz

1. Apr 2020 | Aktuelles

La Seu d‘ Urgell, die Olympiastrecke von Barcelona 1992.

Im September letzten Jahres wurden im Parque Olimpic del Segre die Kanu Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom und Wildwasser-Rennsport ausgetragen. Die 20 jährige Kölnerin Maren Lutz, die für den Blau Weiss Köln startet, hatte sich mit ihrem Deutschen Meistertitel in den Dolomiten Ende Juni 2019 ihr Ticket für die Weltmeisterschaften gesichert. Drei Monate später reiste sie nach Spanien um ihre beiden Titel des vorherigen Jahres als Vizeweltmeisterin im Canadier Zweier und Bronze im Canadier Einer zu verteidigen.

Nachdem sich Lutz auf der Europameisterschaft letzen Jahres mit zwei fünften Plätzen zufrieden geben musste, war sie umso fokussierter auf das Podium. Lutz qualifizierte sich souverän im Canadier Einer und Canadier Zweier für die jeweiligen Finalläufe.

Im Canadier Einer startete Lutz in einen soliden Lauf, konnte diesen aber nicht bis zur Ziellinie durchziehen und musste sich einer großen Enttäuschung hingeben.

Nur wenige Minuten später saß sie wieder am Startblock, diesmal mit ihrer Partnerin Sabrina Barm (Augsburg) im Boot. „Ich hab auf die Anzeige geguckt und hab mir nur gedacht, Maren, das ist jetzt deine letzte Chance.“ Bereit für den letzten und entscheidenden Kampf gingen die beiden Paddlerinnen als erstes Boot in ihren Lauf und fuhren eine saubere und schnelle Linie. Im Zielsprint konnte man deutlich sehen, dass Lutz das Boot mit kraftvollen Schlägen und Kommando von hinten ins Ziel schob, um wirklich alles rauszuholen. Nach Ihnen folgten weitere sechs Boote. Australien, Slowakei, ein weiteres deutsches Boot, Frankreich und Tschechien. Die Boote waren zusammengesetzt aus international erfolgreichen Fahrern. Lutz/Barm blieben führend bis das italienische Boot in der Besetzung Ricciardi/Panato um nur 0.03 Sekunden, ihre Zeit unterbieten konnte. Zwei Boote fehlten noch in der Wertung. Gespannt erwarteten die beiden die anderen Boote. Das tschechische Boot schaffte es nicht an den beiden Deutschen vorbeizuziehen und eins war sicher: das bedeutete eine Medaille. Die Französinnen fuhren einen grandiosen Lauf runter und setzten sich deutlich an die Spitze des Feldes und holten sich damit ihren dritten Weltmeistertitel an diesem Tag. Für den deutschen Canadier Lutz/Barm bedeutete dies einen dritten Platz und die Bronzemedaille.

Nachdem die beiden Sportlerinnen kurzfristig entschieden gemeinsam an den Start zu gehen, hatten sie nur wenige Trainingsläufe absolviert. Gemeinsam zeigten sie eine starke Leistung.

Lutz ist im Canadier aufgewachsen und betreibt seit 2007 Kanu-Slalom. Mit ihrem Talent das Wasser lesen zu können, das ihr Großvater ihr in die Wiege gelegt hat und dem Kampfgeist ihrer Vorderfrau, paddelten die beiden auf das Podium der internationalen Spitze. Für das Team des Wildwasser-Rennsport blieb dies die einzige Einzelmedaille der letztjährigen Weltmeisterschaft.

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