Networking ist Zeitverschwendung!

Kaum ein Wirtschaftsmagazin oder Karriere-Ratgeber, der nicht die Wichtigkeit von Networking betont und gar zur Pflichtaufgabe für Manager und Unternehmer erklärt. Insbesondere die Jungen und Ehrgeizigen laufen mit vielen hundert Visitenkarten auf Veranstaltungen, um dann unzählige Visitenkarten von anderen Teilnehmern wieder mitzunehmen. Andere wählen den Online-Weg und kontaktieren auf diversen Business-Plattformen fleißig Menschen, die sie persönlich noch nie gesprochen haben. Welche dieser Personen können sie 14 Tage später anrufen und um einen persönlichen oder geschäftlichen Gefallen bitten?

Viele raffen sich am Ende eines langen Arbeitstages auf, schleppen sich zu Veranstaltungen mit mehr oder weniger hochkarätigen Referenten und führen im Anschluss an den Vortrag drei bis vier kurze Gespräche – bleibt die Frage, wie relevant der Referent wirklich für den Aufbau und die Pflege von qualitativ hochwertigen Kontakten ist. Und wie groß ist die Chance, dass unter den drei bis vier Gesprächspartnern eine für sie relevante Person dabei ist?

Natürlich trifft man bei derlei Veranstaltungen potenzielle Geschäftspartner. Aber wie viele Veranstaltungen müssen Sie insgesamt besuchen, um 30 bis 40 Schlüsselkontakte für Ihr Geschäft aufzubauen? Wie häufig müssen Sie Veranstaltungen besuchen, um aktivierbare Beziehungen aufzubauen? Wer hat so viel Zeit?

Knappe Zeit sinnvoll nutzen

Viele unserer Mitglieder haben keine Zeit, jede Woche mehrere Veranstaltungen zu besuchen oder sich stundenlang um Ihre Online-Präsenz zu kümmern: Sie führen Unternehmen, treiben ihre Geschäfte voran oder verbringen die nur knapp bemessene Freizeit mit ihrer Familie.

Problem vieler Veranstaltungen ist doch, dass die Teilnehmer unterschiedliche Motive für einen Besuch haben. Der eine sucht Kunden, der andere den Blick über den Tellerrand, wieder andere fachlichen Input oder Inspiration.

Letztendlich geht es aber um den Aufbau von Beziehungen, deshalb sprechen wir in unserem Club von Beziehungspotenzial. Und eine Beziehung ist es erst dann, wenn Mitglieder sich so gut kennen und vertrauen, dass sie bereit sind, für den anderen aktiv zu werden. Um das zu erreichen, ist es aus unserer Sicht unerlässlich, sich – auch häufiger – von Angesicht zu Angesicht zu treffen, zu sprechen, gemeinsam zu denken und in einer inspirierenden Atmosphäre auszutauschen. Unser Club besteht aus einer Vielzahl von personenbezogenen Beziehungen, gruppiert um Themen mit einem gemeinsamen Ziel.

Beziehungen Raum bieten

Für den Aufbau und die Vertiefung von diesen persönlichen Beziehungen berücksichtigen wir folgende Elemente:

  • Motivation: Warum verwenden Sie ihre wertvolle Zeit für den Aufbau von Beziehungen? Was wollen sie bewegen?
  • Persönlich: Der Aufbau und die Pflege von Beziehungen sind nicht delegierbar. Wir orientieren uns an den Persönlichkeiten unserer Mitglieder. Rolle und Funktionen ändern sich häufig im Berufs- und Unternehmerleben. Der Mensch dahinter und seine Motivation sind letztlich die Treiber wirtschaftlicher und sozialer Themen in unserem Club.
  • Reziproker Austausch: Ein erfolgreicher Aufbau erfordert auch die Bereitschaft, bei einem aktuellen Anlass tätig zu werden und jemanden aus dem Netzwerk zu unterstützen. Was Sie aus Ihrem Möglichkeitsraum einbringen, ist fallabhängig und immer eine persönliche Entscheidung.
  • Zeit: Es reicht nicht aus, eine E-Mail zu schreiben. Gute Beziehungen bauen auf Vertrauen auf und wachsen über die Zeit. Sie sollten über gute Beziehungen verfügen, wenn Sie Unterstützung brauchen.

Bei neuen Mitgliedern klären wir insbesondere ihre Zielsetzung und Motivation. Kernfragen im Rahmen des Aufnahmeprozesses sind:

  • Welche Ziele verfolge ich?
  • Wie möchte ich mich positionieren?
  • Wen möchte ich treffen und wen nicht?
  • Welche Themen finde ich spannend?
  • Was kann ich anderen Mitgliedern bieten?
  • Was würde mir oder meinem Geschäft helfen?

Unser Ansatz ist, dass Ihr Clubmanager in Ihrer Stadt zu Ihren 30 bis 40 Schlüsselkontakten gehört und als Kurator für Sie agiert. Er lädt Sie zu geschlossenen Veranstaltungen ein, die für Sie und Ihre Ziele wirklich relevant sind; er bringt Sie mit Mitgliedern zusammen, die Ihnen in Ihrem Anliegen weiterhelfen können; er ist in vielen Netzwerken, Runden und Gruppen aktiv, um Sie zielgerichtet und an geeigneter Stelle zu erwähnen und vorzustellen.

Wenn Sie von Networking im herkömmlichen Sinne genug haben und zielgerichtet Beziehungen aufbauen möchte, sollten wir uns kennenlernen.

Uli Kessel und Uwe Kessel

„Denken wie Einstein – Warum in jedem von uns ein „Einstein“ steckt“

Albert Einstein ist sicherlich der berühmteste Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Jeder kennt sein Bild und weiß, dass er den Nobelpreis gewonnen hat. Seine Forschungen zur Relativitätstheorie waren bahnbrechend. Die Atombombe wäre ohne seine Forschungen nicht möglich gewesen. Viel mehr Hintergrundwissen ist der heutigen Generation kaum präsent. Warum das schade ist, erläuterte Nicolaus Geretshauser sehr anschaulich. Er enthüllte einige der Mythen, die sich um Albert Einstein ringen. Albert Einstein war ein besserer Schüler, als die meisten heute glauben. Nicht die Relativitätstheorie, sondern die Forschungen, die die Navigationssysteme von heute möglich machen, führten zum Nobelpreis für Physik 1922. Viele seiner Forschungen und Theorien sind erst in den letzten Jahren bestätigt worden. Sie belegen, welches Genie Albert Einstein tatsächlich war. Anders, als viele glauben, vernetzte sich Albert Einstein stark. Kaum eine seiner Theorien entstand im genialischen Alleingang. Viele entstanden in der regen Korrespondenz mit anderen Wissenschaftlern. Vor einigen Jahren ist Einsteins Gehirn, das der Arzt, der den Totenschein ausfüllte, in weiser Voraussicht rettete, mit den Methoden von heute neu vermessen worden. Die Hirnforschung von heute belegt, dass Einstein in uns allen steckt. Wir können ohne Weiteres den „Einstein“ in uns nutzbar machen. Dazu hilft neben der Vernetzung mit anderen Könnern in unserem Gebiet ganz eindeutig auch der musische Ausgleich. Albert Einstein nahm seine geliebte Violine auf jede Reise mit. Das Geigenspiel diente dem Ausgleich und sorgte dafür, dass durch die Betonung ganz anderer Fähigkeiten und Fertigkeiten Kapazitäten im Gehirn frei wurden, die er dann wieder für seine Forschungen benötigte. Auch Dank Nicolaus Geretshauser farbigem Vortrag wurde Albert Einstein sympathisch. Freundschaften hat er auch besser gepflegt als Partnerschaften.

Daher gab es am späten Abend einen warmen Applaus für den hochinteressanten Vortrag von Nicolaus Geretshauser. Die manager-lounge darf gespannt sein, mit welchen bahnbrechenden neuen Ideen die Teilnehmer der gut besuchten Lounge am 26. Januar 2017 demnächst aufwarten werden.